Reisebericht Lanzarote Spanien 2026
Lanzarote zu Fuß
Sechs Tage zwischen Lava, Wind und Einfachheit
Vom 06.01. bis 11.01.2026 habe ich mich (Kai) entschieden, Lanzarote nicht mit dem Mietwagen, nicht im Ausflugsbus und nicht im einmal alles abhaken Modus zu erleben, sondern zu Fuß. Sechs Tage, ein Rucksack, meine Kamera, Stefan an meiner Seite und der kompromisslose Plan, diese Insel so kennenzulernen, wie sie wirklich ist: roh, direkt und ohne Filter. 210 Kilometer auf einer Insel, die nicht umsonst Insel der 100 Vulkane genannt wird.
Keine bequemen Transfers, kein Spot Hopping, kein Komfort als Abkürzung, stattdessen endlose Lavafelder, windoffene Küsten, besondere Orte, die man nicht besucht, sondern sich erarbeitet. Lost Places, die im schwarzen Gestein still werden. Landschaften, die so schlicht wirken, dass sie dich erst nach Stunden treffen. Und Momente wie am Staudamm oder im verlassenen Hotel, in denen du merkst: Hier ist nicht die Kulisse das Spektakel, sondern die Natur, die alles zurückholt.
Lanzarote hat uns nicht unterhalten. Lanzarote hat uns reduziert: auf Wind, Wetter, Vulkan, Natur und auf die Einfachheit, die am Ende bleibt.
Kai-Patric
Stefan
Tag 1
Vom Schnee in die Wärme
Der Start dieser Reise hätte kaum gegensätzlicher sein können. In Krefeld sind wir bei minus acht Grad und Schnee losgefahren, weiter zum Flughafen Brüssel Charleroi und dann im Flieger über eine verschneite Landebahn hinaus Richtung Süden. Wenige Stunden später standen wir auf Lanzarote in rund zwanzig Grad. Dieser Temperaturwechsel hat sofort klar gemacht: Jetzt beginnt ein anderes Tempo und ein anderer Blick.
Statt erst anzukommen und dann zu starten, sind wir direkt losgelaufen. Tag 1 sollte nicht weich sein, sondern ehrlich. Am Ende standen 27 Kilometer auf der Uhr und ein erstes Gefühl dafür, wie viel Strecke auf dieser Insel tatsächlich bedeutet, selbst wenn alles auf der Karte nah wirkt.
Unsere Route führte entlang der Promenade der Playa Lima, weiter am Puerto Deportivo y Pesquero de Puerto del Carmen vorbei und bis zur Puerto Calero Marina. Der Weg war wie ein Auftakt in mehreren Kapiteln. Erst Strand und Bewegung, dann Hafen und Arbeit, dann wieder Weite und dieses offene Licht, das Lanzarote so besonders macht.
Schlüsselmoment: Zwischendrin sind wir auf eine verlassene alte Villa gestoßen. Innen ein Treppenhaus, das noch so wirkt, als hätte es einmal stolz sein dürfen, nur dass nun alles bröckelt und offenliegt. Beim Rausgehen haben wir einen extrem lauten Alarm ausgelöst. Für einen Moment war da dieser kurze Adrenalinschub, das harte Echo im leeren Gebäude und das typische Gefühl, wenn ein Ort plötzlich aufwacht. Am Ende ist nichts passiert, aber die Szene hat sich eingebrannt.
Erstes Ritual: Am Abend gab es etwas, das ab jetzt zu Lanzarote dazugehört: Ron Miel. Ein süßer Honigrum, typisch für die Kanaren. Warm, klebrig, fast wie flüssiger Sonnenuntergang. Nach einem langen Marsch schmeckt so etwas nicht nur nach Alkohol, sondern nach Ankommen.
Fazit: Tag 1 war der Wechsel von Winter zu Insel in wenigen Stunden und dann sofort Strecke. Genau so wollten wir es. Nicht vorsichtig anfangen, sondern den Rhythmus setzen. Lanzarote hat uns direkt gezeigt, dass es hier um Wind, Weite und Durchziehen geht.
Facts about Lanzarote
Tag 2
Weite, Wind und die Klippe
Tag 2 hatte von Anfang an Kante. 20 Kilometer lagen vor uns und der Wind hat uns am Barranco de la Casita direkt gezeigt, wer hier den Ton angibt. Lanzarote wirkt oft still, aber es ist keine Ruhe. Es ist Druck. Der Wind schiebt, bremst, dreht, und du merkst bei jedem Schritt, ob dein Kopf mitgeht oder ob er schon auf Ausreden aus ist.
Was mich an diesem Tag am meisten getroffen hat, war die Weite. Das Ziel war teilweise schon 15 Kilometer vorher zu sehen, ganz klein am Horizont, und trotzdem schiebt sich dazwischen eine Welt aus Geröll, Lava und offenen Flächen, die du dir verdienen musst. Genau dieses Gefühl macht eine Fußreise ehrlich. Du siehst nicht nur, wo du hinwillst. Du spürst, wie viel zwischen dir und diesem Punkt wirklich liegt.
Schlüsselmoment: Wir sind eine Klippe hinabgeklettert, rund 460 Höhenmeter. Irgendwann bist du so tief drin, dass du nicht mehr elegant gehst, sondern nur noch sauber arbeitest. Beim Abstieg bin ich auf den Lavasteinen weggerutscht und in genau diesem Moment ist mir die Wanderhose am scharfen Lavastein aufgerissen. Das war nicht dramatisch, aber es war real. Solche Tage sind nicht Instagram, solche Tage sind Materialtest.
Unten haben wir den Kopf wieder klar bekommen und sind weiter Richtung Playa Blanca. Dort haben wir uns nicht nur frischen Fisch gegönnt, sondern auch das Problem gelöst. Neue Hose kaufen, weitermachen. Das klingt banal, aber genau diese Kleinigkeiten entscheiden, ob ein Tag kippt oder ob du ihn durchziehst.
Am Abend sind wir im Hotel Atlántida del Sol gelandet. Nach Wind, Weite und diesem Abstieg war das der richtige Abschluss. Tag 2 hat uns nicht geschont, aber er hat den Maßstab gesetzt: Lanzarote fordert Konsequenz, und genau deshalb bleiben die Bilder hängen.
Tag 3
Sonnenaufgang, Salz und Zufall
Tag 3 begann dort, wo Tag 2 aufgehört hatte, im verlassenen Hotel Atlántida del Sol. Wir sind im Inneren dieses Betonriesen aufgewacht und noch bevor der Tag richtig da war, standen wir mit der Kamera im ersten Licht. Im Sonnenaufgang wirkt selbst Verfall kurz sauber. Kanten werden weich, Schatten erzählen mehr als Wände. Genau in diesen Minuten ist auch unser neues Exponat Surfing Ape entstanden.
Nach der Hotelerkundung ging es weiter, diesmal Richtung Salinas de Janubio. Die Fläche ist riesig, grafisch, fast schon wie eine gezeichnete Landschaft. Gesamtaufnahmen waren kein Problem, aber sobald es um die verlassenen Teile des Geländes ging, war Schluss. Der Werkschutz hat klar gemacht, dass es dabei bleibt. Auch nicht gegen Geld. Das ist manchmal frustrierend, aber es gehört zu dieser Art Reise dazu. Grenzen akzeptieren, weitergehen, den Tag nicht verlieren.
Dann kamen mehrere kleine Orte, typische Häuser, zwischendurch immer wieder Bauten, die schon halb aus dem Alltag gefallen sind. Und genau dort, wo du eigentlich nur durch willst, passiert Lanzarote oft am stärksten. Ein kleines Modelldorf hat uns kurz aus dem Marschmodus geholt. Das Model village of salt extraction from mountains in Yaiza ist winzig, liebevoll, fast unscheinbar, aber genau deshalb bleibt es hängen.
Am Ende standen 39 Kilometer auf der Uhr und ein Ziel, das sich wieder einmal schon lange vor dem Ankommen angekündigt hatte. GA7COLORES war der Punkt, auf den wir hingelaufen sind. Doch wie so oft hat uns ein Zufallsfund Zeit gekostet, und das war es wert. Ein Haus, komplett eingerichtet, seit etwa 20 Jahren verlassen. Keine leeren Räume, sondern ein eingefrorener Alltag. Küche, Möbel, Details, die man nicht erfindet. Solche Orte sind selten, und sie erklären dir, warum wir zu Fuß unterwegs sind.
Der Preis dafür kam später. Nachts sind wir durch die Weinfelder im Landesinneren gelaufen, viel zu lange im Dunkeln, weil wir uns vorher in diesem Fund verloren haben. Müdigkeit, Wind, wenig Licht, aber der Kopf war noch voll von Bildern. Tag 3 war nicht bequem, aber genau das macht ihn stark. Du bekommst nicht nur Motive, du bekommst eine Geschichte, die du dir erlaufen hast.
Tag 4
Geheimtipp, Höhlenlicht und Musik bei Nacht
Wir sind bei GA7COLORES aufgewacht, einem Ort, der sich nicht wie Unterkunft anfühlt, sondern wie ein kleines Zuhause auf Zeit. Familiär, ruhig, und mit Besitzern, die dich nicht abfertigen, sondern wirklich sehen. Das Frühstück war so reichhaltig, dass es fast unverschämt war. Alles, was man sich am Morgen nach vielen Kilometern erträumen kann, stand plötzlich vor uns. Genau diese Momente geben dir die Energie, die ein langer Tag braucht.
36 Kilometer standen an. Also los. Raus aus dem Schutzraum, rein in die offene Fläche. Lanzarote macht es dir leicht, dich zu verschätzen, weil alles so klar wirkt. Aber Klarheit ist nicht Gleichgewicht. Der Weg fordert Konzentration, weil jeder Kilometer sichtbar ist, aber trotzdem nicht leichter wird.
Und dann kam Stefan, wie so oft, mit dem Blick für das Unerwartete. Am Straßenrand entdeckte er ein teilweise eingerichtetes Restaurant mit Hotel, ein Zufallsfund, der den Takt sofort verändert. Du stehst plötzlich nicht mehr nur im Marschmodus, sondern wieder in diesem Zustand, in dem du Details aufsaugst. Räume, die noch nicht ganz leer sind. Spuren, die noch nicht entschieden haben, ob sie verschwinden oder bleiben. Genau dafür gehen wir zu Fuß. Weil solche Orte nicht geplant werden. Sie passieren.
Weiter ging es zur Cueva Montaña Cabrera. Höhlen haben ihre eigene Zeit. Draußen ist alles Wind und Weite, drinnen wird es sofort stiller. Licht fällt plötzlich nicht mehr flächig, sondern wie ein Schnitt. Du suchst Linien, Kanten, Texturen. Es ist ein anderes Sehen, und es erdet dich, weil du merkst, wie klein du in dieser Insel eigentlich bist.
Danach stand das Museo Mara Mao auf dem Plan. Ein Ort, der sich nicht erklären will, sondern erlebt werden möchte. Genau das liebe ich. Nicht alles muss laut sein, um hängen zu bleiben. Manche Plätze funktionieren wie ein kurzes Stolpern im Kopf, weil sie anders sind als erwartet.
In der Altstadt von Teguise gab es eine Pause, und die hat gesessen. Thunfisch Baguettes, kurz durchatmen, und dann wieder raus. Diese Mischung aus Kultur, Alltag und Verfall macht den Reiz aus. Du gehst von Kopfsteinpflaster zu Schotter, von Touristengeräuschen wieder zurück in die leeren Felder, und alles gehört zu einem einzigen Tag.
Am Ende sind wir bis zu unserem Ziel gelaufen und kamen nachts an. Müde, aber nicht leer. Eher voll von Eindrücken. Und genau dann war es perfekt, noch einen letzten Kontrast mitzunehmen. In der Samsara Lounge Bar haben wir Livemusik genossen, einfach sitzen, hören, runterfahren. Tag 4 war lang, aber er war rund. Geheimtipp am Morgen, Zufall am Weg, Höhlenlicht am Nachmittag, und Musik zum Abschluss. So fühlt sich eine Insel an, wenn man sie wirklich erlauft.
Tag 5
Höhlen statt Höhenmeter
Eigentlich sollte heute der Mirador del Río dran glauben. Auf dem Papier klang das machbar. In der Realität standen wir dann aber vor Straßen ohne Platz für Wanderer, ohne Gehweg und mit Passagen, die sich einfach falsch anfühlten. Dazu kamen rund 600 Höhenmeter und kurze Tage mit schnell verschwindendem Licht. Wir haben die Idee nicht aufgegeben, wir haben sie nur verschoben. Und genau das war heute die richtige Entscheidung.
Statt uns in eine riskante Route zu pressen, haben wir die Umgebung der Cueva de la Paloma erkundet. Diese riesigen Höhlenräume wirken wie ein geologischer Dom, roh, dunkel, weit. Lava, die einmal floss, hat hier Formen hinterlassen, die man nicht plant, die man nur findet. Genau dafür laufen wir. Nicht für das Häkchen auf der Karte, sondern für diesen Moment, wenn man merkt, dass die Insel größer ist als jeder Zeitplan.
Am Abend ging es zurück nach Charco del Palo. Wir haben im Bar & Restaurante Don Quijote in Mala eine traditionelle Paella gegessen und dazu eine Flasche Weißwein geteilt. Und dann kam etwas, das man nicht planen kann: Die Dame des Hauses setzte sich zu uns an den Tisch, erzählte uns ihre Lebensgeschichte und die ihres Restaurants. Plötzlich ging es nicht mehr nur um Essen, sondern um Lebenstempo. Es war spannend zu spüren, wie weit die oft stressige deutsche Mentalität und die gelassene Art vieler Bewohner auf Lanzarote auseinanderliegen. Dieser Kontrast hat den Tag am Ende genau dort geerdet, wo wir ihn gebraucht haben.
Trotzdem war da erst mal dieses leise Tief, weil die abgespeckte Route sich wie ein Rückschritt anfühlte. Aber ehrlich ist auch: Heute haben wir verstanden, dass wir zu wenig Zeit für die Wucht der Natur auf Lanzarote eingeplant hatten. Das ist keine Niederlage, das ist ein Lernmoment. Morgen wird nicht kleiner, morgen wird klüger.
Strecke: 34 Kilometer
Tag 6
Staudamm, Schiffswrack und schwerer Abschied
Unser erster Weg führte uns im Sonnenaufgang zum Presa de Mala. Das Licht war noch weich, die Luft kühl, und direkt neben dem Staudamm stiegen die Paragleiter in den Himmel. Dieses lautlose Schweben über dem Tal war genau die Art von Moment, die man nicht plant und trotzdem nie vergisst.
Wir sind auch ins Innere des Staudamms gegangen. Drinnen ist es roh und still, Beton, Feuchtigkeit, Graffiti, und dann dieser Ausgang wie ein Rahmen. Draußen öffnet sich das Tal, grün und weit, und du merkst sofort, warum sich jeder Schritt bis dahin gelohnt hat.
Zurück in Guatiza war klar: Am letzten Tag schaffen wir nicht mehr alles zu Fuß. Und ja, das kratzt erstmal am Stolz. Aber die Realität klopft an, und wer klug unterwegs ist, hört hin. Der Bus kam alle zwanzig Minuten und hielt genau dort, wo unser nächstes Ziel wartete. Also haben wir uns diesen Komfort bewusst gegönnt und damit den Tag gerettet, statt ihn zu verlieren.
Dann stand sie da, die Barco Telamón. Ein riesiges Wrack, dunkel, rostig. Wasser, Lavafelsen, Wind, und dieses Schiff wie ein gestrandet gebliebenes Kapitel. Für uns war das die letzte Station vor dem Rückflug und ein sehr passender Schlusspunkt: Lanzarote zeigt dir Schönheit, aber es schenkt sie dir nicht. Du musst sie dir holen.
Zum Abschluss gab es Empanadas und einen Moment zum Durchatmen. Wir haben zurückgeblickt auf sechs Tage unterwegs, rund 180 Kilometer zu Fuß. Wir haben viel über unsere Grenzen gelernt und Lanzarote auf eine Weise kennengelernt, die man nur bekommt, wenn man die Insel wirklich erläuft. Danach ging es zurück Richtung Minus Temperaturen nach Belgien. Der Kontrast war hart, aber genau dadurch wurde erst richtig klar, wie intensiv diese Reise war.

surfing ape
Unser Exponat entstand im Betonskelett des sogenannten Atlantis beziehungsweise Atlante del Sol, dem Geisterhotel bei den Naturpools Los Charcones im Süden Lanzarotes, im Gemeindegebiet Yaiza nahe Playa Blanca. Nur wenige Kilometer vom Leuchtturm Punta de Pechiguera liegt diese Ruine wie ein Fremdkörper über dem Lavagestein und markiert die Küstenlinie wie ein gestrandetes Versprechen. Wo heute Wind, Salz und Brandung regieren, sollte einst ein touristischer Zukunftsort wachsen. Eine kommunale Baugenehmigung ist auf den 23. Dezember 1972 datiert. Das Gebäude wird auch als El Náutico Lanzarote geführt und war als mehrstöckiger Hotelbau mit über 500 Plätzen gedacht. Doch das Projekt blieb unvollendet und wurde zur Landmarke des Scheiterns. Genau in diesem harten Rahmen wirkt die Wandmalerei wie ein Gegenentwurf. Ein Affe mit Sonnenbrille, das Surfboard vor der Brust, frech und leicht, fast wie ein Schutzzauber gegen den Stillstand. Hinter ihm öffnet sich der Atlantik, davor bröckelt der Beton. Wir zeigen damit nicht Romantik, sondern Realität. Verfall ist lautlos, aber unübersehbar. Und trotzdem entsteht hier etwas Neues, nicht durch Baukräne, sondern durch Zeit, Natur und Farbe. 2019 stoppte das Tribunal Superior de Justicia de Canarias den Versuch, die alte Lizenz gegen die heutige Planung wiederzubeleben. So bleibt der Ort, was er längst ist: ein Mahnmal an Größenwahn und eine Bühne für Bilder, die stärker sind als die Ruine. Lanzarote vergisst nicht, es verwandelt. Sichtbar.

la terraza del viento callado
Unser Exponat zeigt eine Terrasse, die einmal für Ankommen gebaut wurde und heute nur noch dem Wind gehört. Das Licht fällt flach über die Fliesen, so warm, dass es fast freundlich wirkt. Und doch erzählen die Details die Wahrheit. Abgeplatzter Putz, splittriges Holz, Glasscheiben, die längst nicht mehr schützen, sondern nur noch rahmen. Die Türen stehen offen, aber es ist kein Willkommen mehr. Statt Stimmen gibt es Weite. Vor uns liegt Lanzarote in Schichten aus Meer, Feldern und Vulkanhügeln, darüber ein Himmel, der alles größer macht. Selbst die kleine Laterne an der Wand wirkt wie ein letzter Farbfleck aus einer Zeit, in der hier abends jemand das Licht angemacht hat. Wir wissen nicht, wem dieser Ort gehörte. Das müssen wir auch nicht. Das Bild funktioniert, weil es klar ist. Vergänglichkeit, Sonne, Wind. Und ein Moment, der zeigt, wie schön Verfall sein kann, wenn die Natur und das Licht die Regie übernehmen.